Der mündige Patient

Der m�ndige Patient

Der m�ndige Patient ist ein Konzept, bei dem ein Patient auf Augenh�he mit seinem Arzt reden kann. Damit ist nicht gemeint, dass er �ber so viele Kenntnisse wie ein Arzt verf�gt, sondern eher, dass er selbst f�hig ist �ber Notwendigkeiten einer Behandlung nachzudenken und Eigenverantwortung f�r seine Gesundheit �bernimmt.

Im Gegensatz zu Mechanikern haben �rzte einen l�ngeren Ausbildungsweg hinter sich, aber wie bei einem Mechaniker, gibt es auch unter �rzten gute und schlechte �rzte. �rzte sind keine Halbg�tter in Wei� und man muss sich nicht jeder Diagnose beugen. Nicht jede Behandlung ist notwendig "Ihre Bremsen sind aber ganz sch�n abgenutzt, die sollten wir tauschen" und auch nicht jedes Medikament ist notwendig bzw. eine geeignete�Alternative "Nehmen Sie unbedingt ein 4000er �l, auch wenn es etwas teurer ist".

Jeder hat einen K�rper, der absolut individuell reagiert, aber kaum jemand vertraut auf das eigene Gef�hl. Solange es dir gut geht, dann ist der Arzt vermutlich auch nicht notwendig (von schleichenden Krankheiten mal abgesehen). Andersrum geht man auch mal zum Arzt, weil man Beschwerden hat und es wird keine Diagnose gestellt, die mit der eigenen Wahrnehmung �bereinstimmt. Wenn der Arzt sagt "Wenn sie damit Leben k�nnen machen wir erst mal nichts" oder "Ich denke eher es sind psychische Ursachen", hei�t das eigentlich nichts anderes als "Aktuell habe ich keine Idee was es sein k�nnte". In diesem Fall sollte man sich ruhig eine Zweit- oder Drittmeinung einholen. �rzte sind und bleiben Menschen und�Menschen machen Fehler.

Wer mit einer Diagnose nicht zufrieden ist, sollte ruhig etwas Selbstbewusstsein aufbringen und eigene Entscheidungen treffen. In der heutigen Zeit ist es relativ leicht an Informationen zu kommen und sich in Foren mit betroffenen bestimmter Krankheiten auszutauschen, was dazu f�hrt, dass ein Patient in seiner Krankheit ein besserer Experte werden kann als sein Hausarzt, der zwar �ber ein breit gef�chertes Wissen verf�gt, aber dadurch nicht unbedingt die Details, die eine Krankheit betreffen k�nnen.

Zum Abschluss dieses Beitrages drei Anmerkungen:

Jeder hat einen K�rper und sollte sich in Grundz�gen damit auseinandersetzen und f�r sich selbst Verantwortung �bernehmen.
Dies soll kein Aufruf zur medizinischen Anarchie sein.
Hypochonder sind die besten Diagnostiker.

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