Ein kleiner Nachtrag - Blutuntersuchung, Schilddr�se

Achtung ein potato-post (langer Beitrag)

Bereits vor 10 Tagen war ich zur Besprechung der Blutuntersuchung. Im Gro�en und Ganzen waren alle�Werte im "Normbereich".�Grenzwertig�waren der�Eisenwert, wenig Schilddr�senhormone und eine leicht erh�hte Anzahl von Leukozyten.

Da ich hierzu mehr ins Details gehen m�chte, folgt jetzt ein kleiner R�ckblick, warum ich nicht nur wegen einem allgemeinen Check-Up beim�Arzt war.

Seit ca. 3 1/2 Jahren habe ich einen beidseitigen Tinnitus. Neben Verspannung von Nacken- und Schultermuskulatur (Ameisenlaufen auf Kopfhaut) kam nun hinzu, Konzentrationsschw�che, M�digkeit und Stimmungsschwankungen.

Da ich ungerne bei jedem Wehwehchen zum�Arzt laufe, habe ich die Symptome recherchiert und �bin in einem Forum f�r Schilddr�senunterfunktion�und�Hashimoto-Thyreoiditis f�ndig geworden.

In diesem Forum schilderten Betroffene ihre Symptome und alle Symptome passten zu meinen Beschwerden. Da in meiner Familie bereits ein Fall von Schilddr�senunterfunktion vorkam, bin ich zus�tzlich genetisch vorbelastet, konnte aber so auch direkt nachfragen, was f�r Medikamente man bei so einer Erkrankung bekommt. Zumindest in diesem Fall wurde �ber einen gewissen Zeitraum einfach nur Jod in Tablettenform eingenommen, was man nie im Alleingang und ohne �rztliche Untersuchung machen sollte.

Die Schilddr�se stellt mit Hilfe von Jod Hormone her, die wichtig f�r unseren gesamten Stoffwechsel sind. Hierbei muss aber beachtet werden, dass nicht nur zu wenig�Jod, sondern auch eine Entz�ndung, oder ein Tumor im Schilddr�sengewebe die Ursache f�r eine Unterfunktion sein kann. Wer ohne Absprache mit einem Arzt einfach Jod einnimmt, kann so die Entz�ndung des Gewebes erheblich verschlimmern.

Optimistisch wie ich bin, habe ich mir einfach im Drogeriemarkt Jod in Form eines�Nahrungserg�nzungsmittels geholt und insgesamt 600�g eingeworfen (bitte nicht nachmachen, die Quittung kam sp�ter). Und tats�chlich, am n�chsten Tag waren meine Stimmungsschwankungen einfach weg und die Verspannungen hatten sich etwas gelockert. Selbst mein Tinnitus war kaum noch zu h�ren. Da ich von diesem Ergebnis so begeistert war, nahm ich wieder Jod ein. Im Laufe des dritten�Tages wurde mir sehr warm und ich bekam leichtes Sodbrennen, weswegen ich die Dosis reduzierte. Am vierten Tag nahm ich nur noch eine Tablette mit 150�g ein, was aber letztendlich meinen Kreislauf so durcheinander brachte, bis mir schummrig wurde und in meinem Hals ein Gef�hl von Schluckbeschwerden entstand, als ob ein Klos im Hals sei. Dies war ungef�hr Mitte September. Da mir weitere Experimente nicht geheuer waren, entschloss ich mich, nachdem man mir eh einen allgemeinen Check-Up angeboten hatte, mein Blut genauer untersuchen zu lassen.

Wie bereits oben geschrieben, waren zwar einige Werte an der Grenze, aber noch innerhalb der Norm (Normbereich hei�t nicht Normalbereich).

Mit der Diagnose der �rztin bin ich insgesamt nicht sehr einverstanden. Laut ihrer Aussage ist alles in Ordnung (Blutuntersuchung und Ultraschall wurden gemacht). Sie bot mir zwar auch eine �berweisung zum Neurologen an, aber�ihrer Meinung nach h�ngen�meine angesprochenen Symptome eher�mit Stress zusammen. Die Schlussfolgerung dazu nimmt�sie aus vorangegangenen Besprechung, deren Informationen mir im Details aber zu privat�sind, um sie�hier zu ver�ffentlichen.

Da ich keinerlei Motivation f�r�einem �rzte-Marathon aufbringen kann, einigten�wir uns darauf�Anfang/Mitte n�chsten Jahres die Werte erneut zu untersuchen.

Was �mich an der Diagnose�st�rt sind drei�Dinge:

Obwohl ich erw�hnt habe mich vegan zu ern�hren, wurde mein Blut nicht auf Cobalamin (Vitamin B12) hin untersucht. Ein Mangel von B12 oder Eisen, kann ebenfalls zu den Symptomen f�hren, weswegen ich den Arzt aufgesucht habe.
Es wurde zwar ein Ultraschall gemacht und die Gr��e meiner Schilddr�sen zu messen, jedoch wurde die erh�hte Anzahl Leukozyten (wei�er Blutk�rperchen) total ignoriert, was auch auf die Autoimmun-Krankheit Hashimoto-Thyreoditis hindeuten *kann*. Diesem Thema m�chte ich gerne einen Extra-Beitrag widmen.

Meine Frage, warum ich dann so empfindlich auf Jod reagierte bzw. die Wirkung zun�chst so positiv ausfiel, wurde mir wortw�rtlich mit "Ja, das wei� ich auch nicht" beantwortet. Sie bot mir zwar eine �berweisung zu einem Neurologen an, sagte allerdings auch "Wenn sie so leben k�nnen, machen wir nichts weiter.". Diesen Satz hatte ich bereits vom Ohrenarzt wegen meinem Tinnitus gesagt bekommen. �bersetzt hei�t er f�r mich "Ich habe keine Ahnung was man noch machen k�nnte" oder "Hierzu kann ich keine eindeutige Diagnose treffen". Vermutlich ist die Anzahl der m�glichen Ursachen einfach zu gro� und geht �ber die Fachkenntnis der �rzte hinaus. Deswegen auch mein Beitrag zum m�ndigen Patienten. Wenn man gesund werden m�chte, muss man den passenden Arzt (oder Heilpraktiker) selbst finden.

So weit zu den Ergebnissen der Blutuntersuchung. Zu allen anderen Dinge kann man so viel schreiben, dass es einen Extra-Artikel verdient hat.

Vielen Dank f�rs Lesen!

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