Fazit: Aufgebraucht / Rohkost

In den letzten vier Wochen habe ich zun�chst, �ber einen Zeitraum von zwei Wochen, meine Vorr�te aufgebraucht, welche oft aus M�sli, Nudeln und Reis bestanden. Insgesamt weniger Gem�se und mehr Fertiggerichte.

Die Lebensmittel der�Wochen drei und vier wiederum,�bestanden zu einem sehr hohen Anteil aus Rohkost. In dieser Zeit habe ich zum Beispiel gut 25 bis 30 kg Bananen gegessen, au�erdem noch jede Menge, Salat, Tomaten und Champignons.

Selbst das Fr�hst�ck bestand aus frischer Kost.�In dem Ern�hrungsplan waren ebenso�N�sse und Trockenfr�chte enthalten, bei deren Herstellung ich nicht sicher sein kann, ob sie nicht doch �ber 42�C erhitzt wurden. Deswegen m�chte ich von der Aussage Abstand halten, eine 100%-ige Rohkost�eingehalten zu haben.

So habe ich in den vergangenen Wochen versucht einen Eindruck �ber die Unterschiede zwischen Rohkost und ungesunder Kochkost (convenient food)�gewinnen zu k�nnen.

Besonderes Augenmerk lag f�r mich�dabei auf den Themen Essen, Entgiftung und Vergiftung des K�rpers, Wohlbefinden, Gewichtsverlauf sowie k�rperliche und geistige Leistungsf�higkeit.

Dies bedeutete f�r mich jeden Morgen auf die Waage zu gehen, anschlie�end meinen Blutdruck zu messen, so gut wie jeden Tag eine Trainingseinheit auf dem Ruderger�t zu absolvieren und irgendwann auch den Kopf, mit Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging, anzustrengen. Die Zahlen Insgesamt ergaben sich in den letzten vier Wochen Gewichtsunterschiede von 2,5 kg, im Bereich des "Grips" ein Altersunterschied von 20�Jahren und�an 23 Trainingstagen, legte ich insgesamt eine Strecke von �ber 145 Kilometern auf dem Ruderger�t zur�ck.

Zwar traten bei den Blutdruckmessungen ebenfalls gro�e Unterschiede auf, die aber mit hoher Wahrscheinlichkeit an meiner falschen Durchf�hrung lagen.

Nun zu den Details:

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Zum Blutdruck m�chte ich nochmals anmerken, dass ich am Anfang nicht unter gleichen Bedingungen gemessen habe, was das Ergebnis oft negativ beeinflusst hat. Daraus resultiert w�hrend der Aufgebraucht-Phase ein schlechterer Durchschnittswert. Insgesamt w�rde ich sch�tzen, dass es in dem Bereich keine nennenswerten Unterschiede gab.

Auch Dr. Kawashima d�rfte keine geeignete Methode f�r zuverl�ssige Messungen sein, weswegen die Werte f�r mich eher einen Unterhaltungswert haben, als einen zuverl�ssigen Anhaltspunkt darzustellen. Wohlbefinden und Ver�nderungen Die Ver�nderungen w�hrend der Aufgebraucht-Phase, war haupts�chlich eine neues Gef�hl von Sodbrennen und st�ndigem �berfressen. Zugegeben, hier h�tte ich mich insgesamt auch zur�ckhalten und es wenigstens am Wochenende, bei zwei Tassen Kaffee belassen k�nnen.

Zwar traten ziemlich am Beginn der Rohkost-Phase Kopfschmerzen auf, jedoch kannte ich dieses Ph�nomen bereits und fand trotzdem mein Wohlbefinden, subjektiv gesehen, w�hrend der Rohkost-Phase deutlich besser. In einigen Punkten �berraschte ich mich sogar selbst, indem ich strukturierter an diverse Problemstellungen heranging�und zu erledigende Aufgaben�nicht mehr so weit aufschob wie sonst.

Nicht von der Hand zu weisen�ist eine positive Ver�nderung bei der Verdauung, speziell meine ich die Ver�nderungen des�Kotes. Um sein Gesch�ft zu erledigen braucht es keinerlei Anstrengung und es bleibt auch so gut wie nichts am After kleben, was man sich meiner Meinung nach mit Kochkost direkt wieder "von der Backe putzen�kann".

Wie im letzten Bericht�bereits erw�hnt, musste ich w�hrend der Rohkost-Phase mehr schlafen als zur Aufgebraucht-Phase. Im Schnitt vielleicht eine Stunde mehr als sonst. Was mich in diesem Zusammenhang pers�nlich interessiert ist�zum einen, ob dies an einer noch andauernde Entgiftung lag und zum anderen, ob man bei l�ngerer Durchf�hrung auch mit noch weniger Schlaf auskommt. Vielleicht werde ich das irgendwann noch herausfinden.

Nachtrag: Was ich zur sp�ten Stunden total vergessen hatte, aber absolut erw�hnenswert ist: Der K�rpergeruch nimmt deutlich ab. Selbst nach intensiven Trainingseinheiten roch das T-Shirt fast genau so wie vorher. Es trat nicht der typische, bitter in der Nase liegende, Schwei�geruch auf. Praktikabilit�t Zur Aufgebraucht-Phase�brauche ich vermutlich nicht viel schreiben, da die meisten sich schon mal irgendetwas gekocht haben - selbst wenn dies nur Spaghetti mit Ketchup war.

Wie praktikabel Rohkost sein kann, h�ngt vermutlich am meisten von den Anspr�chen ab, die man selbst mitbringt. Wem es reicht sich Mittags mit ein paar Bananen, Orangen oder einem schnellen Smoothie zu begn�gen, f�r den d�rfte Rohkost sehr praktikabel sein. Weniger Aufwand bei der Zubereitung und weniger Geschirr, was man anschlie�end sp�len muss.

F�r mich ergab sich am Ende der Rohkostphase das Problem, dass ich mehr Vielfalt wollte. Dadurch, dass es in meiner Kindheit eher gekocht wurde, hatte ich von klein an die Gelegenheit mir Rezepte zu merken, zu lernen was man insgesamt kochen und kombinieren kann.

Im Bereich der Rohkost bin ich neu, habe so gut wie keine Rezepte und muss mir noch alles aneignen.�F�r jemanden der�gerne neue Rezepte ausprobiert und bereit ist die entsprechende Zeit zu investieren, d�rfte dies eine bereichernde Situation sein, was bei mir allerdings�noch nicht der Fall�ist.

Meinem Eindruck nach, muss man in der Rohkost auf nichts verzichten, da es auch m�glich ist Kuchen, Eis und Pizza in Rohkostqualit�t herzustellen. Manko hierbei ist, dass die Zubereitung deutlich mehr Zeit ben�tigt und man vorausplanen muss. Sich "mal eben" eine Pizza in den Ofen zu schieben, wird vermutlich nicht klappen, solange�man sie nicht selbst vorbereitet und eingefroren hat.

Die Zubereitung eines Bananenwrap, braucht im D�rrautomaten gute 12 Stunden. Auch das Keimen und Einweichen von H�lsenfr�chten oder Samen muss vorbereitet werden und dauert oft mehrere Tage. Aus diesem Grund halte�ich, im Bereich der Rohkost, Spontanit�t nur eingeschr�nkt f�r m�glich.

Wie oben beschrieben, h�ngt es wohl von jedem selbst ab, ob die neue Situation eher eine Bereicherung oder ein Hindernis ist.

Interessant w�re es vielleicht auch noch gewesen den Kostenfaktor zu betrachten, was ich allerdings nicht gemacht habe. Einige der Lebensmittel die man kauft sind schon etwas teurer, daf�r l�sst man andere Lebensmittel aber auch weg, weswegen ich mir gut vorstellen kann, dass man im Endeffekt, bei beiden Ern�hrungsformen, ungef�hr im gleichen Preisniveau liegen d�rfte. Fazit Es war f�r mich eine interessante Erfahrung und ich m�chte mir, zumindest langfristig gesehen, die Gelegenheit geben mehr Rohkost zu essen. Die gr��ten Grenzen die eigene Ern�hrung umzustellen, sehe ich in der Notwendigkeit seine Gewohnheit �ndern zu m�ssen. Die meisten Menschen �ndern ihr Leben in vielen kleinen Schritten�und weniger von heute auf morgen.

Von der gesundheitlich positiven Wirkung bin ich sehr �berzeugt und werde aus genau diesem Grund nach und nach meinen Rohkost-Anteil erh�hen, ohne mich bewussten Dogmen zu unterwerfen. Um auf Nummer sicher zu gehen, nur Rohkost zu sich zu nehmen, m�sste man viele Sachen�selbst herstellen, was f�r Anf�nger wohl eine zu hoch gesetzte Messlatte sein d�rfte.

Insgesamt bin ich aber auch froh, dass mein Experiment hiermit nun beendet ist. Nicht weil mir die Bananen langsam zu viel wurden (heute habe ich �brigens wieder sechs St�ck verdr�ckt), sondern da mir das penible Aufschreiben inzwischen zu nervig wurde und ich auch mal etwas anderes machen m�chte als Rudern und Gehirn-Jogging.

Wer sich selbst mehr mit dem Thema Rohkost auseinandersetzen m�chte, dem empfehle ich die Seiten vom Rohkost-Wiki und dem Rohkost 1x1, die sich in aller Ausf�hrlichkeit mit dem Thema besch�ftigen und viele hilfreiche Tipps mit an die Hand geben.

Abschlie�end bedanke ich mich bei allen die hier ganz, oder in Teilen, mitgelesen haben und freue mich auf die n�chste Challenge!

 

[UPDATE, 24.�Feb. 2015]

Tim hat mich in den Kommentaren auf einen Fehler hingewiesen, dass ich das Projekt mit "ungesund essen" gestartet und sp�ter nur noch den Begriff "Kochkost" verwendet habe. Dies ist nicht korrekt gewesen, weshalb ich den Text an der ein oder anderen Stelle wieder�umformulierte.�Danke f�r den Hinweis :-)

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