Getestet: Bettinas Keimbackstube

�ber eine Arbeitskollegin kam ich vor Kurzem in den Genuss gekeimte Brote von Bettinas Backstube�bestellen zu k�nnen.

Diese Brote sind etwas besonderes, da das Korn zun�chst gekeimt und dann zu einem "Brot" verarbeitet wird. Da die meisten dieser Brote nur mit wenig, teilweise auch ganz ohne, Backtriebmittel hergestellt werden, fehlt allerdings das Fluffige, was man von anderen/normalen Broten kennt.

Die Brote wiegen zwischen 400g und 500g, sind sehr kompakt und vielleicht so gro� wie zwei bis drei Br�tchen. Ein ganzes Brot zu essen ist kein Problem, bei Preisen zwischen 3,50� und 4,50� aber eine teure Angelegenheit. Die Lieferung erfolgt per UPS und erst ab 20�Broten versandkostenfrei - ansonsten 7,30�.

Zum Testen hatte ich insgesamt f�nf Brote bestellt:

  • Rohkostbrot: Dieses Brot�wird nur mit gekeimten Dinkel und Wasser hergestellt und so schmeckte es mir auch, was aber auch bestimmt daran liegen wird, dass meine Zunge noch sehr an Kochkost gew�hnt ist.�Letztendlich wirkte es auf mich jedenfalls so, als h�tte jemand einen Klumpen Keimlinge vermengt und anschlie�end noch das Salz vergessen.
  • Oasenbrot: Ebenfalls ein Rohkostbrot und neben Dinkel sind Feigen, Aprikosen, Datteln und Zimt enthalten. Der Geschmack erinnerte mich stark an Weihnachten und war insgesamt sehr gut.
  • Ayurveda-Brot: Das AyurvedaBrot�riecht schon beim Anschneiden richtig sch�n w�rzig und hat einen sehr angenehmen Geschmack und Geruch. Enthalten sind unter anderem Radieschensamen und K�rbiskerne. Wegen Honig aber nicht vegan.
  • LebenskeimBrot: Dieses mit Demeter-Dinkel hergestelltes Sauerteigbrot, gibt es in zwei Varianten - einmal mit und einmal ohne Sesam. Getestet habe ich die Variante mit Sesam. Vom Geschmack her geht es f�r mich in Richtung Vitalbrot, was es auch in einigen Discountern abgepackt zu finden gibt. Mir hat es gut geschmeckt.
  • HildegardBrot: neben Dinkel und Flohsamen sind auch noch eine Menge Kr�uter enthalten (copy&paste) "Brennnessel, Schabzigerklee, Bertram, Bergbohnenkraut, Quendel, Musskatnuss, Dill, Beifu�, Lorbeerblatt,�Salz/Honig".�Es hat einen angenehmen Geschmack, wobei ich nicht erkennen konnte, dass eines der Kr�uter besonders hervorstach oder zu dominant wirkte. Mein Favorit, dieser kleinen Auswahl, ist�das Ayurveda-Brot, weil es vom Geschmack her genau richtig ist und bereits beim Anschneiden einen angenehmen Duft um die Nase�verteilt.

Vom Rohkostbrot werde ich in Zukunft wohl eher die Finger lassen. Auf der Homepage steht zu diesem Brot, dass es 20 Minuten bei 100�C gebacken wird. Hier entzieht sich mir der Sinn, da zwar der Kern wohl die magischen 42� C nicht �berschreitet, aber die Kruste garantiert. Knackpunkt war f�r mich aber das fehlende Salz, wodurch es mir einfach nicht schmeckte.

Gew�hnungsbed�rftig finde ich, dass die Brote nicht fluffig sind, wobei ich daf�r den Geschmack insgesamt doch f�r sehr gelungen halte. Es ist nur eben fraglich, ob man f�r sich den Begriff "Brot" wirklich gelten l�sst, da es doch etwas "klatschig" und nicht durch gebacken anmutet. Hierzu kann ich allerdings sagen, dass alle Brote im Geschmack sehr stimmig sind.

Worauf ich nicht aufgepasst hatte war, dass in den Broten auch teilweise Honig verarbeitet wird. Deswegen m�chte ich�mir erst noch �berlegen, ob ich mich bei der n�chsten Bestellung wieder einklinken werde.

Die Herstellung der Brote ist zweifelsfrei mit viel Aufwand verbunden und die B�ckerei kann bereits einige Pr�mierungen vorweisen. Das Korn wird gekeimt, das Wasser teilweise energetisiert und letztendlich sind die Brote Demeter zertifiziert (oder das verwendete Getreide).

Das Bio-Produkte teurer sind ist nachvollziehbar, allerdings war�ich bisher niemand, der auf Extras wie "energetisiertes Wasser" viel Wert legen w�rde. Im Preis schl�gt sich dieser Aufwand aber trotzdem nieder. Hier muss wohl jeder f�r sich selbst entscheiden, ob es ihm das auch Wert ist.

Zum Vergleich: Bei der Abokiste meines Vertrauens, kostet ein Bio-Dinkel Brot ca. 3� und wiegt zwischen 500g und 750g.

Obwohl mir, bis auf das Rohkostbrot, alle Brote geschmeckt haben, m�chte�ich an dieser Stelle keine�klare Empfehlung aussprechen. Ausprobieren kann man sie�durchaus, sollte sich allerdings darauf gefasst machen, dass der Begriff "Brot" nicht �berall gleich ausgelegt wird.

Wer sich ein Bild �ber den Herstellungs-Prozess machen m�chte, kann sich dieses Video anschauen.

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