Bewusstsein und Achtsamkeit

Mit Bewusstsein und Achtsamkeit meine ich nicht die Schlagw�rter etlicher Info-Seiten �ber Meditation, die man �berall im Internet finden kann, sondern eine Form der Aufmerksamkeit, die man seinem Handeln und seinen Gef�hlen auch im Alltag schenken kann.

Was mich angeht, lasse ich mich auch gerne berieseln. Sei es durch die Redner in irgendwelchen Vortr�gen, die Informationen einer Internetseite oder der Musik aus dem Radio. Stumpfes Konsumieren ist schlie�lich entspannend und man hat zumindest das Gef�hl irgendwie informiert zu sein und mitreden zu k�nnen.

Wie ist das nun mit der Aufmerksamkeit?�

Als ich letztens bei meinen Eltern zum Fr�hst�ck war, teilte ich voller Begeisterung die Idee mit, an einem Online Selbst-Coaching teilzunehmen. Anstatt neugieriger Fragen wie "Warum?", "Was macht man da?" kam von meiner Mutter einfach nur ein "Im Internet gibt es auch jeden Scheiss" zur�ck.

Da ich f�r diesen Kurs bereits Feuer und Flamme war, und eigentlich auf Best�tigung hoffte, war ich dementsprechend von dieser Antwort entt�uscht.

Eben dieser Entt�uschung widmete ich nun meine Aufmerksamkeit.

Warum war ich entt�uscht?
Ist die Meinung anderer wichtig?
Warum kam diese Aussage?

Das Stellen dieser Fragen war der Ausdruck daf�r, dass ich dem Geschehenen meine Aufmerksamkeit schenkte - mehr Bewusstsein auf die Situation lenkte und achtsamer meine eigenen Gef�hle hinterfragte.

Warum war ich entt�uscht?

Ganz klar deswegen, weil ich auf Zuspruch und Aufmerksamkeit hoffte, meine Erwartungen aber nicht erf�llt wurden. Doch letztendlich ist niemand daf�r zust�ndig meine Erwartungen zu erf�llen.

Die Aussage mag sich noch einfach lesen, wirkte aber f�r mich auf verschiedenen Ebenen. Es wurde nicht gefragt warum ich das Coaching gerne machen wollte�und�gleichzeitig meine Entscheidung abgewertet und f�r falsch befunden.

Bis zu diesem Zeitpunkt war mich nicht bewusst, auf wie vielen Ebenen so ein einfacher Satz wirken kann.

Ist die Meinung anderer wichtig?

In Ma�en ist sie das. Wenn der Chef sagt "das ist so besser", sollte man gut absch�tzen, wie weit man seine Meinung durchsetzen kann und m�chte. Ansonsten sind Meinungen einfach nur Meinungen, �ber die man zwar nachdenken, f�r sich aber trotzdem eigene Schl�sse ziehen kann.

Komplizierter wird es, wenn unserer Eltern eine Meinung haben. Da im Kindesalter unser �berleben von unseren Eltern abh�ngig war, vermieden wir es in der Regel sie zu ver�rgern. Diese Einstellung geht bei vielen Menschen ins Blut �ber und man nimmt dann auch als Erwachsener die Meinungen der Eltern als richtungsweisend wahr. Oftmals vergisst man aber, dass man inzwischen auf eigenen Beinen steht und nicht mehr von Ihnen abh�ngig ist.

Wer mit seinen Eltern diskutiert sollte sich klar machen, wessen Meinung er mit seiner Entscheidung vertritt. Die eigene, oder die der Eltern?

Warum kam diese Aussage?

Vermutlich kam diese Aussage aus einer pers�nlichen Einsch�tzung heraus, die f�r mich gar keine Rolle spielen sollte. Eine andere M�glichkeit w�re, dass sie der Meinung ist, ich br�uchte kein Coaching. Vielleicht hat mein Vorhaben ihr aber auch suggeriert, dass sie etwas in meiner Erziehung falsch gemacht h�tte und ich es jetzt ausgleichen m�sse!?

Es kann viele Gr�nde f�r solch eine Aussage geben, aber letztendlich sollten sie gar keine Rolle spielen.

Warum mehr Bewusstsein und Achtsamkeit sinnvoll ist

Schenken wir dem t�glichen Geschehen mehr Aufmerksamkeit, gelingt es uns nach und nach Zusammenh�nge besser zu verstehen. Je besser wir Zusammenh�nge verstehen, desto mehr Kontrolle gewinnen wir �ber unseren Alltag. Weg vom sich treiben lassen, hin zu bewusster Erf�llung eigener�Bed�rfnisse.

Wer sich treiben l�sst muss damit rechnen nicht dort anzukommen, wo er eigentlich hin m�chte. Der Unterschied, zwischen dem was wir m�chten und dem was wir machen, kann so deutlich minimiert werden und zu mehr Zufriedenheit f�hren. Vielleicht schafft man es aber auch gewisse Dinge gelassener zu betrachten, da man merkt, wodurch einige Worte erst entstehen?

Man muss sich nicht erst hinsetzen und �ber Stunden hinweg meditieren. Oftmals gen�gt es auch dem mehr Aufmerksamkeit zu schenken, womit man seinen Alltag verbringt.

Alles ist Erleuchtung und absolut nicht �bernat�rlich.

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