Die Zeit ist tot!

Die Zeit ist tot!

Was ist Zeit? Ein Physiker k�nnte es jetzt bestimmt definieren, mit h�bschen Formeln, Gravitationsgesetzen oder einem Haltbarkeitsdatum. W�rde man einen Buddhisten fragen k�me vielleicht eine Antwort wie "Es gibt nur das Jetzt". Vergangenheit existiert nicht mehr und Zukunft hat noch nie existiert, doch sobald man einen Gedanken an ein Jetzt erfasst hat, ist das Jetzt bereits zur Vergangenheit geworden.

F�r unser Empfinden ist Zeit relativ. Bei sch�nen T�tigkeiten vergeht sie schneller als bei langweiligen und am Ende des Tages hat jeder Erdenbewohner 24 Stunden zur Verf�gung gehabt.

Meine Zeit verbringe ich oft identisch mit ziemlich konstanten Ritualen. Aufstehen, Waschen, Meditieren, Fr�hst�cken, Lesen, Arbeiten, wieder nach Hause, Essen machen und irgendwas machen, wo oftmals nur ein schwarzes Loch an Erinnerungen �brig bleibt. Oft ist es nicht das, was sich mein Verstand als Ideal erdacht hat. Ein wenig Sport, Lesen und vielleicht auch mal sauber machen und Chaos beseitigen.

Doch genau hier stirbt die Zeit, wobei ich im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, sehr viel Zeit habe!

Meine Wachphase betr�gt ungef�hr 17 Stunden.�Von diesen 17 Stunden kann ich ungef�hr 10 Stunden f�r Arbeit (Hin- und R�ckweg inklusive) abziehen. Klar habe ich auf der Arbeit auch eine Pause und m�sste diese Zeit theoretisch abziehen, aber ich sehe es nur bedingt als Pause, da ich die Zeit nur bedingt effektiv f�r mich nutzen kann.

Bleiben sieben�Stunden Wachphase �brig. Von diesen Sieben Stunden verbringe ich ca. 30 Minuten pro Tag im Badezimmer. Am Morgen und am Abend. Es bleiben ungef�hr sechs�Stunden 30. F�r das Fr�hst�ck brauche ich nicht so lange, daf�r aber f�r das sp�te Mittagessen (direkt nach der Arbeit). Dieser Posten kostet insgesamt noch mal 90 Minuten - macht einen Rest von f�nf�Stunden. An sich ein guter Wert, wenn da nicht mein unglaubliches Talent f�r Tr�deln, Prokastinieren und eine unbekannte Variable "soziale Interaktion" w�re.

Heute kamen zwei St�rfaktoren hinzu:

  • Soziale Interaktion am Telefon = -80 Minuten (nein, man kann nicht alle Gespr�che einfach fr�her beenden!)
  • Irgendwie war heute YouTube-Upload-Tag f�r einige meiner abonnierten Kan�le = - 70 Minuten (z�hlt das als Bildung? Falls ja, k�nnte das mein Gewissen ein wenig beruhigen.) Es bleiben zwei Stunden und�30 Minuten. Ziehe ich die Morgenroutine ab (30 Minuten Meditation und 15 Minuten Lesen), bleiben noch eine Stunde und 45�Minuten) Nun habe ich ein Problem: Es 21:45 Uhr und damit ich nicht morgen aus den Latschen kippe, m�sste ich eigentlich ins Bett. Theoretisch m�sste ich noch gute eineinhalb Stunden�haben, aber irgendwie sind es nur noch 15 Minuten.

Kennt ihr das auch? Wo ist nur die Zeit geblieben? Heute sind�auf jeden Fall 90�Minuten�verstorben und ich habe sie nicht mal in Erinnerung behalten. 90 Minuten, die das Zeitliche gesegnet haben und durch mein Ged�chtnis gerieselt sind wie schneewei�er Sand zwischen den Fingern.

Es laufen nicht alle Tage so ab, aber �hnlich. Was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass die wertvollen Minuten (i.d.R.) weder f�r Sport, noch f�r Lesen, geschweige denn Aufr�umen drauf gegangen sind. Im Sich-Ablenken bin ich ein wahrer Genie, freue mich aber weniger �ber diese ausgepr�gte Gabe. Klar, es f�llt immer noch etwas Allgemeines an, doch dies wurde hier gro�z�gig ignoriert.

Wie machen das Menschen mit Familie und Verpflichtungen? Weniger schlafen? Eine Pseudo-Beziehung f�hren? Einfach konsequent sein?�Wie verbringst du denn deinen Tag? Was ist das Geheimnis deines Zeitmanagements?

Das musste einfach mal geschrieben werden!

Schlaf = 7 Stunden, 6 Stunden

 

 

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