Saftfasten - Eine kleine Erlebnisreise

Nach langer Unt�tigkeit und vermehrten Genuss von S��kram, wurde meine Verdauung immer tr�ger. Um ihr wieder auf Trab zu helfen, beschloss ich mich ein paar Tage im Saftfasten auszuprobieren.

Zu den Fl�ssigkeiten nahm ich jeweils am Morgen und am Abend vier Chlorella-Tabletten. Diese sollen Schadstoffe im Darm binden und eine R�ckvergiftung verhindern.

Hier nun eine kleine �bersicht der letzten Tage ...

Montag, Tag 1

Das Startgewicht betr�gt�76,8 kg, die letzte Mahlzeit gab es gestern gegen 21 Uhr.�Zum Fr�hst�ck entschloss ich mich f�r scharfen Tomatensaft, Karottensaft und einer Tasse Tee. �ber den Tag verteilt trank ich gut 1.5 Liter Gem�sesaft, 1 Liter Obstsaft und bestimmt noch mal 6 Tassen Tee. Appetit hatte ich zwar, aber kein gro�artiges Hungergef�hl.

Die ersten Entgiftungserscheinungen traten f�r mich ab dem sp�ten Nachmittag auf. Mein Gesicht wurde hei�, die Augen brannten leicht und der Speichel schmeckte anders als sonst. Sp�ter kamen noch M�digkeit und kalte H�nde hinzu. Als st�rend empfand ich ein gewisses Sodbrennen, was f�r mich aber nicht zu den Entgiftungserscheinungen z�hlt, sondern irgendwie�mit den Fruchts�ften zusammenh�ngt. Um dies etwas auszubessern, habe ich einen Teel�ffel Basenpulver genommen.

Die Verdauung war ok, auch wenn ich durch das viele Trinken deutlich �fter auf Toilette musste. Aufgrund der M�digkeit war ich bereits um halb zehn im Bett.

Dienstag, Tag 2

Heute Morgen gewogen und insgesamt 75,1 kg auf die Waage gebracht. Zum Fr�hst�ck gab es Gem�sesaft mit Basen-, Brennnessel- und Gr�serpulver. Zusammen mit ein wenig Kurkuma, war dieser sogar richtig lecker und erinnerte mich an eine frische, italienische Pasta-Sauce.

Gegen Mittag gab es einen Liter Direktsaft von tropischen Fr�chten und ein wenig Orangensaft. Zwischendurch immer wieder mal eine Tasse Tee.

Bis jetzt bleibt der Hunger noch aus und ich f�hle mich relativ fit. Das Hitze-Empfinden ist weniger geworden. Daf�r bemerke ich erste Beeintr�chtigungen in meiner Reaktionsf�higkeit, habe ein wenig Kopfschmerzen und einen leichten Matschkopf. Der Geschmack des Speichels ist immer noch anders, hat aber keinen w�ssrigen Geschmack, wie es w�hrend meiner Rohkostphase der Fall war - eher s�uerlich wie bei Obsts�ften.

Das Trinken erf�llt weiterhin seinen Zweck und zwingt mich regelm��ig zum Wasserlassen.

Da ich Sorgen habe, dass die Fruchts�fte meine Z�hne zu sehr herausfordern k�nnten, werde ich die n�chsten Tage versuchen mehr Gem�sesaft zu mir zu nehmen oder den Obstsaft-Anteil zu reduzieren.

Mittwoch, Tag 3

Die Waage zeigte heute Morgen 74,3 kg an. Der Matschkopf ist nahezu weg und es sind nur noch leichte Kopfschmerzen vorhanden, wobei ein wenig Schnupfen hinzugekommen ist. Selbst am dritten Tag habe ich noch Stuhlgang, obwohl ich nur S�fte mit ein paar P�lverchen getrunken habe. Mein Energiepegel scheint heute sogar leicht zu steigen, was ich sehr interessant finde.

Zum Fr�hst�ck gab es Tomatensaft mit den gleichen P�lverchen wie gestern. Den Tag �ber verteilt habe ich mehr Gem�se- und weniger Obstsaft getrunken. Insgesamt hatte ich nicht das Gef�hl auf etwas zu verzichten. Am Abend gab es normalen Gem�sesaft ohne P�lverchen.

Donnerstag, Tag 4

Kaum zu glauben, aber heute habe ich ein Gewicht von 75 kg und somit mehr als gestern. Unversch�mtheit! Zum Fr�hst�ck gab es wieder Gem�sesaft mit den gleichen Pulvern wie die letzten drei Tage. An Tee gab es heute nur 2�Tassen, daf�r dann noch eine Flasche Kokoswasser aus dem Keller (ca. 300 ml). Zu dem Kokoswasser gesellten sich noch 1 Liter Obstsaft, sowie 2 Liter Gem�se- und Tomatensaft.

Heute hatte ich weder Kopfschmerzen, noch einen Matschkopf oder Hunger. Erstaunlich eigentlich, wenn man bedenkt, dass ich Sonntag Abend das letzte Mal gegessen habe.

Inzwischen war ich einkaufen und freue ich mich auch darauf,�morgen wieder etwas essen zu "d�rfen".

Freitag, Tag 5

Ein sattes Gewicht von 74,5 kg brachte ich an diesem Morgen�auf die Waage. Mir geht es gut, versp�re immer noch�keinen Hunger und au�er ein wenig Sodbrennen, versp�re ich auch keine Zipperlein wie die vorangegangenen Kopfschmerzen. Im Gro�en und Ganzen f�hle ich mich angenehm ruhig, bereue es im Nachhinein aber ein wenig keinen Sport gemacht zu haben, weil ich jetzt gar nichts zu den Auswirkungen des Fastens auf meinen Fitnesszustand sagen kann.

Zum Fastenbrechen habe ich einen Teel�ffel Flohsamenschalen mit Wasser zu mir genommen. Nach ca. 15 Minuten fing es an im Bauch zu rumoren und ich bekam eine Mischung aus �belkeit und Klos im Hals - nennen wir es einfach mal B�h-Gef�hl! Die anschlie�ende Flasche Sauerkrautsaft, ca. 1 Stunde sp�ter, ist eine Erfahrung f�r sich, die man unbedingt mal ausprobiert haben sollte ;-) ... allerdings sollte man sich nach dem Trinken nichts weiter vornehmen!

Es empfiehlt sich die Nahrungsaufnahme mit leichter Kost zu beginnen, um den Magen nicht zu �berfordern und Bauchschmerzen zu vermeiden.

FAZIT - Samstag, der Tag danach

Kaum etwas gegessen und zack, schon wieder rauf auf 75,1 kg. Ich bin zuversichtlich, dass ich am Montag mein Startgewicht wieder erreicht haben werde. Der Abnehmeffekt der 4 1/2 Tage war f�r mich jetzt �nicht wirklich gro�, was aber auch kein Wunder ist, da ich mich in der letzten Woche so gut wie gar nicht bewegt habe und durch die S�fte auch in etwa den Grundumsatz an Kalorien erreicht haben d�rfte.

Das eigentliche Ziel, meine Verdauung wieder in Schwung zu bringen, sehe ich als erf�llt an. Erstaunt hat mich, wie gut man ohne feste Nahrungsmittel auskommen kann und wie wenig Hunger ich dabei versp�rt habe, auch wenn genug Appetit vorhanden war. Der Saft scheint auch auszureichen, um regelm��igen Stuhlgang zu haben - dies ist wichtig, damit sich die Bakterien nicht im Darm einnisten, dabei ungesund vermehren und vielleicht sogar zu einer Blinddarmentz�ndung f�hren, was bei Verstopfung wohl der Fall sein�kann.

Nach den ersten beiden Tagen gingen auch meine Beschwerden zur�ck und wichen einer inneren Ruhe und Leichtigkeit, die ich aber nicht �berbewerten m�chte. Es f�hlt sich gut und gesund an.

Wer, wie ich, gerne mal zu viel isst und ein gewisses V�llegef�hl nicht mehr los wird, dem k�nnte ein Saftfasten vielleicht ebenfalls helfen. Sucht jemand spirituelle Erfahrungen und will diese mit einem Fasten finden, der muss sein Gl�ck probieren - bei mir blieben solche Erfahrungen aus, wobei daf�r der Zeitraum vielleicht auch�zu kurz gew�hlt war.

Mir hat dieser Versuch zumindest gefallen und es wird bestimmt noch weitere geben!

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