06: Reise nach nirgendwo! Annehmen was ist ...

Vor kurzem hatte ich das Bed�rfnis ein wenig st�rker in die buddhistische Philosophie hineinzuschnuppern und f�r mich einen Weg zu finden, der sich auch mit unserer westlichen Lebensart vereinbaren l�sst. Nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch.

Hierzu habe ich f�r mich, vor etwas mehr als einem Monat, ein Experiment gestartet: Lebensmittel kaufe ich aktuell nicht mehr im Supermarkt, sondern lasse mir alle zwei Wochen eine Gem�sekiste kommen. Dies hat nicht nur den Vorteil, dass man jede Menge Plastikm�ll vermeidet, sondern auch mit dem auskommen muss, was mir geliefert wird. Den Inhalt kenne ich vorher schlie�lich nicht. Es ist auch nicht wirklich teurer, da viele Gelegenheitsk�ufe einfach ausbleiben.

Saisonal und Regional ... an sich eine gute Aktion, aber ich�merkte auch schnell, wie verw�hnt ich doch bin. Keine Bananen, vielleicht Orangen, Avocado auch nicht. Gerade ist doch Kaki-Saison ... die habe ich ebenfalls nicht.

Als die Zwiebeln langsam alle wurden, lernte ich auch diese zu sch�tzen. Es arbeitet auf vielen Ebenen und ich merke oft�wie unterbewusst manche Vorg�nge ablaufen. Wie selbstverst�ndlich eigentlich alles wahrgenommen wird. Die Zwiebeln zum Salat und zum Anbraten, die Kokosmilch um etwas zu verfeinern, oder aber das einfache Brot zum Fr�hst�ck. Abgesehen von einer Zwiebel sind diese Lebensmittel alle weg und ich merke wie schnell ich in Versuchung komme diese aus dem Regal nehmen zu wollen oder doch etwas einzukaufen. Es ist ja immer alles so greifbar.

Auf der anderen Seite sind noch etliche Lebensmittel in den Schr�nken, die ich mir irgendwann mal zum Ausprobieren geholt habe. Ein komisches Verh�ltnis aus Mangel und �berfluss.

F�r mich ergaben sich durch dieses Experiment einige�positive Effekte und ich freue mich auf jeden neuen Trigger, der mir bewusst wird.

Brot zum Fr�hst�ck, sonst kann man nicht fr�hst�cken? N�, stimmt nicht.�Schon wieder Kohl? Auch egal, man kann ihn auf viele verschiedene Weisen zubereiten. Gekocht, ged�nstet, angebraten oder einfach komplett roh. Geraspelt, geschnitten oder auch am St�ck. Es fehlt eine Zutat? Improvisiere! Dann gibt es halt mal Chinakohl mit Apfel ... geht alles.�

Es muss nicht immer der Standard sein und man kann auch mal etwas ausprobieren, was man nicht von seinen Eltern oder Bekannten kennt. Dies gilt ebenso�f�r andere Lebensbereiche.

So manche Erfahrung empfinde ich als eine Bereicherung. Ich lerne das nicht alles so selbstverst�ndlich ist, sehe nach und nach, wo sich gewisse Denkmuster wie eine subtile "Gier" einschleichen, aber auch wie "Not" (die es ja noch lange nicht ist) erfinderisch macht und es auch durchaus anders geht. Viele�Dinge macht man sowieso nur aus Gewohnheit.

Und was viel wichtiger ist: manchmal denke ich mir es seien nur wenige Sachen vorr�tig und sto�e dann doch auf irgendeinen Reichtum. "Oh, das war�auch noch im Keller?".�Es klingt ironisch, aber teilweise bin ich gar nicht in den Genuss von etwas gekommen, weil ich schon wieder den n�chsten Genuss angestrebt�habe.

Nat�rlich k�nnte ich jetzt�im spirituellen H�henflug�ein "Nimm an was kommt" von mir geben ... aber das ist es irgendwie auch nicht.

Vielleicht ist folgender Ansatz ein wenig besser:�"Schau dir an was da ist und wenn es dir nicht gef�llt, hast du vielleicht mehr Spielraum als du gerade denkst".

Vielen Dank f�r diese Erfahrungen :-)

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