07: Reise nach nirgendwo! Loslassen ...

Vieles in meinem Leben ist vermutlich nur Fassade, obwohl ich in letzter Zeit erstaunlich gut mit mir selbst ausgekommen bin. Bei anderen Menschen ist dies wahrscheinlich��hnlich ... wer antwortet�schon auf die Frage "Wie geht es dir?" etwas anderes als "Gut!"? In dieser Hinsicht sind wir einfach nicht ehrlich genug sch�tze ich. Ist es�Schw�che oder St�rke, wenn man�dazu steht, dass es einem�eben nicht jeden Tag "gut" geht?

Vor kurzem habe ich einen lieben netten Menschen kennen gelernt, mit dem ich mich bisher �ber wirklich alles austauschen konnte. Ich konnte aus meiner Vergangenheit erz�hlen, meine Sorgen und �ngste teilen und das Erstaunliche ist: dieser Mensch ist nicht weggelaufen! In einer wirklich kurzen Zeitspanne vertraute ich ihr Dinge an, die weder Freunde noch Familie von mir wissen. Das tat sehr gut!

Aber ich bemerke auch, wie ich in alte Muster verfalle, anfange zu klammern, weil ich ganz genau wei� -�im Rahmen meiner pessimistisch hellseherischen F�higkeiten�-�dass dieser Mensch irgendwann nicht mehr die Zeit hat, vielleicht nicht mehr antwortet, weil einfach alles gesagt wurde, was gesagt werden wollte oder weil man doch eben zu unterschiedlich ist. Wie geht man mit solchen Gedanken um? Ausblenden ist vermutlich keine sinnvolle L�sung.

Dass sie bisher so gut zugeh�rt hat rechne ich ihr hoch an! Leider�(oder wohl verdient) bleiben solche Menschen nicht lange allein, finden schnell einen Partner und sind dann nat�rlich nicht mehr so greifbar wie sonst. Obwohl ich alles Gl�ck der Welt f�r sie�w�nsche, f�llt es mir doch schwer, bei�solchen Gedanken wirklich loszulassen und ich muss mich fragen, wie ehrlich ich mir selbst gegen�ber bin. W�nsche ich ihr wirklich alles Gl�ck der Welt? Ein Teil von mir f�hlt sich dann dort einsam, wo vorher einfach nur ein gut zu etragendes Alleine war.

Loslassen w�rde vieles einfacher machen, aber wovon loslassen? Von Emotionen, von gewissen W�nschen, von den Menschen?

Lasse ich mein Leben Revue passieren,�sind�manche Bekanntschaften wie Sternschnuppen. Sie leuchten kurz auf und sind verschwunden, bevor man begreifen kann was es �berhaupt war, was man dort gesehen hat. Ein kurzer Zwischenstopp, eine Bekanntschaft, eine Freundschaft, eine Liebe? Und was zur�ckbleibt ist ein Wunsch. Diese Ungewissheit ist einfach ein�Teil vom Leben.�Letztendlich kann man nichts im Leben wirklich festhalten und Menschen schon gar nicht. Leider f�llt es mir oft schwer, dass auch wirklich zu akzeptieren.

Loslassen, das muss ich wohl irgendwann. Vielleicht f�llt es ja leichter, wenn ich in solchen Momenten daf�r dankbar bin, dass diese Menschen in mein Leben getreten sind, wenn auch nur f�r kurze Zeit.

Sie hat mich jedenfalls darauf�aufmerksam gemacht, dass sich au�erhalb meiner gem�tlichen Zur�ckgezogenheit noch mehr befindet: Vielleicht sogar ich selbst!?

Vielen Dank an alle Sternschnuppen dort drau�en, die in meinem bisherigen Leben sowohl Licht als auch�Begleiter waren!

 

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