Sind Frauen gleichberechtigt?

Diese Frage kann man ganz klar mit Nein beantworten.

Heute habe ich mit einem sehr gesch�tzten Menschen zu genau diesem Thema eine Diskussion gef�hrt und wurde auf einige Defizite hingewiesen, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte.

Es geht mir mit diesem Beitrag gar nicht mal darum auf eine ungerechte Bezahlung hinzuweisen, die ist auch unter M�nnern nicht gerecht. Es geht mir mehr darum auf alte und starre Denkmuster hinzuweisen, die zu solchen Situationen f�hren.

Warum sind Frauen oder M�nner in bestimmten Berufsgruppen so stark vertreten? Ist es ver�chtlich, wenn M�nner einen Beruf aus�ben m�chten, in dem eher Frauen stark vertreten sind oder umgekehrt?

Dies liegt, meiner Meinung nach, auch an alten Denkmustern und traditionell gewachsenen Strukturen. Letztendlich wird keinem der Beruf vorgeschrieben, aber es ist durchaus erkennbar, dass es in unseren K�pfen oft an Akzeptanz mangelt. Wie oft wird ein Mann schr�g angeguckt, weil er sich gerne um Haare und Make-Up k�mmert,�oder�wie oft wird eine Frau schr�g angeguckt, weil�sie die Passion f�r sich entdeckt hat Fliesen zu legen? In diesem Punkt ist Gleichberechtigung mehr auf dem Papier, als in unseren K�pfen vorhanden.

In meinem Umfeld kenne ich Sowohl-Als-Auch F�lle. In der einen Familie hat sich die Frau freiwillig in die Rolle der Hausfrau begeben, k�mmert sich um den Nachwuchs, macht die W�sche, kocht das Mittagessen. In der anderen sind Partner in dem Sinne gleichberechtigt, da sie sich die Hausarbeit teilen.

Im Allgemeinen denke ich, dass alte Denkmuster nur schwer aufzul�sen sind und es dazu eine Menge Zeit braucht.�Es gibt bestimmt noch viel zu tun, aber ich denke auch, dass eine Entwicklung zur Gleichberechtigung bereits im vollen Gange ist.

Es gibt ein Sprichwort was besagt: "M�chtest du die Welt ver�ndern, musst du bei dir selbst anfangen".�Das, was ich mit meiner Energie machen kann ist, dass ich mich selbst so verhalte. Andere Menschen akzeptiere wie sind und ihn als gleichberechtigten Partner betrachte. Und damit ist nicht gemeint, dass man alles gut findet was jemand anderes macht oder denkt!

Ob es stimmt, dass sich Frauen immer einen Partner aussuchen der einen eben nicht als gleichberechtigte Person betrachtet, kann ich nicht beurteilen. (Das kam auch in der Diskussion zur Sprache). Was aber zutreffend sein d�rfte ist, dass der Partner vermutlich nicht die richtige Wahl war, wenn die Beziehung nicht gehalten hat - unabh�ngig davon, wie es in Punkto Arbeitsteilung aussah.

Auch in der Partnerwahl gibt es alte Denkmuster, von denen wir vermutlich nicht mal die H�lfte mitbekommen, sondern sie einfach ausleben. Liebe ist eher ein Bauchgef�hl und selten rational begr�ndet.�Ob es nun der K�rpergeruch ist, ein selbstbewusstes Auftreten, oder auch vielleicht weil die Rolle des Vaters oder der Mutter weiter fortgef�hrt werden�soll.

In einem Experiment�bin ich bereits selbst mit einigen unbewussten Denkmustern konfrontiert worden und durfte staunen, wie tief diese eigentlich sitzen.

In dem Unternehmen, in dem ich arbeite, sind einige F�hrungspositionen auch unter weiblicher Hand, wobei die Chefetage ausschlie�lich�mit�M�nnern besetzt ist.

In vielen Vorst�nden ist der M�nneranteil deutlich h�her als der Frauenanteil. Was mich aber auch nicht wirklich verwundert, da in F�hrungspositionen teilweise eine ekelhafte Dominanz an den Tag gelegt wird, mit der ich selbst als Mann nichts zu tun haben m�chte. Je h�her, desto schlimmer.

Diese Dominanz ist f�r mich veraltet und an den falschen Stellen pr�sent, n�mlich dort, wo sie zu viel Wirkung entfachen kann. Dies wird sp�testens dann auffallen, wenn man bemerkt, dass man einander braucht und Geld nicht essen kann.

An dieser Stelle m�chte ich keinen Appell f�r mehr Gleichberechtigung absetzen, sondern f�r�Akzeptanz. Es ist wichtig die W�nsche anderer Menschen so zu respektieren�wie�eigenen. Das Kunstst�ck ist es eine Balance zwischen den eigenen und den fremden Bed�rfnissen zu finden.

Kein Mensch ist besser oder schlechter, auch dann nicht, wenn man sich selbst als�Mittelpunkt s�mtlicher Existenz betrachtet - unabh�ngig von Geschlecht, Rasse, Alter oder Religion.

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