Alte Situationen, neue Sichtweisen

Katy Byron hat dieses in Ihrem Buch "Lieben was ist" schon hinreichend behandelt. Dennoch möchte ich mit diesem Beitrag ein wenig darauf eingehen, wie man Emotionen und Situationen eine neue�Sichtweise geben�kann.

Unser Gehirn reagiert auf bestimmte Reize unterschiedlich stark, je �fter man auf etwas reagiert, desto intensiver sind die dazu gesponnenen neuronalen Netzwerke. Je �fter ein Reiz ausgel�st wird, desto tiefer ist die Pr�gung, die damit einhergeht.��Ebenso lassen sich durch Reize Emotionen ausl�sen und triggern, wodurch man sich letztendlich auch Trauer oder Zorn antrainieren kann. Der K�rper selbst unterteilt nicht in gut oder schlecht, sondern reagiert einfach nur. Dies ist leider nicht immer von Vorteil.

Warum�ein Reiz auf uns wirken kann ist unterschiedlich. Teilweise durch pers�nliche Erfahrung, oder aber auch durch ein Vorleben unserer Eltern, unserer Kultur, eben unserem gesamten Umfeld. So kann es sich zum Beispiel ergeben, dass man etwas f�r erstrebenswert h�lt, was unsere Eltern ebenfalls f�r erstrebenswert gehalten haben. Ein Haus zu bauen, eine Familie zu gr�nden, oder bestimmte Dinge nicht zu m�gen, "weil man das einfach nicht macht".

Wie leicht man Gedankenmuster wieder �ndern kann, h�ngt unter anderem�davon ab, wie tief man diese verinnerlicht hat.

Ein wichtiger Punkt, um �nderungen zuzulassen ist, dass man sich eingesteht selbst f�r etwas verantwortlich zu sein. Es ist zwar oft bequemer bei anderen die Schuld zu suchen, aber damit verbietet man sich auch einen gewissen Handlungsspielraum und wird leicht passiv, was in keinster Weise den Tatsachen entspricht.

Kontemplation

St�rt etwas, kommt dieses St�ren dadurch, dass man Aufmerksamkeit und Energie in diese Situation steckt.

Hier k�nnte man sich zum Beispiel fragen:

Ob die Gedanken auch der Realit�t entsprechen und man die Situation so wahrnimmt, wie sie wirklich ist.
Das, was in der Situation geschieht, sich auf die eigene Person bezieht. Muss man sich dem Problem annehmen, oder ist es etwas wor�ber sich eigentlich eher andere Menschen �rgern? Vertritt man damit seine eigenen Interessen, oder die von anderen?
Ob es in irgendeiner Weise hilft, wenn man sich dar�ber �rgert. Dient es�der Zielerreichung?

Meistens kann man sich mindestens eine der Fragen mit einem Nein beantworten.

Kontemplation hei�t das Zauberwort: Es ist hilfreich sich mit seinen Emotionen auseinanderzusetzen, um sie in etwa zu verstehen. Mit ein wenig Gl�ck, l�st sich damit sogar�die ein oder andere Empfindung auf. Teilweise k�nnte sich hinter einer Emotion auch ein bestimmtes Motiv verbergen, wie hinter Angst auch eine gewisse Art Selbstliebe und Selbstschutz steckt. Wenn man es schafft das positivere Gef�hl zu verst�rken, kann dies durchaus hilfreich sein.

Affirmationen

F�llt es schwer Wut oder �rger fallen zu lassen, weil man es einfach schon zu sehr gewohnt ist auf eine bestimmte Art zu reagieren, k�nnten Affirmationen helfen.

Welche Affirmation hilfreich ist, h�ngt von dem Ausl�ser und dem �rgernis ab. Es ist wichtig ein Gegengewicht zu finden.

  • Ein Gegengewicht zu Gier, w�re zum Beispiel gedanklich etwas zu verschenken.
  • Als Gegenpart zu Neid und Eifersucht k�nnen gute W�nsche helfen. "Ich w�nsche dir alles Gl�ck der Welt"
  • Wer zu�stolz ist, kann bewusst darauf achten Qualit�ten in anderen Menschen zu sehen.
  • Wer �fter zornig auf sich selbst oder andere ist, oder vielleicht �ngstlich, der kann versuchen Liebe zu empfinden und sich mit der Welt anzufreunden.�(Im Buddhismus�ist Angst = unterdr�ckter Zorn, dessen Ursache negative Erfahrungen aus der Vergangenheit sind).
  • Wer mit der Zeit gleichg�ltig gegen�ber allem geworden ist, kann versuchen Zusammenh�nge zu verstehen. Dies mag zwar alles etwas spirituell klingen, was aber absolut nicht ist. Angenehme und negative Gef�hle beruhen immer auf dem Aussch�tten chemischer Stoffe in unserem K�rper. Wer zu viel von dem einen hat, kann dies mit dem anderen eventuell ausgleichen. So mixt man sich bewusst einen gew�nschten Cocktail.

Dies soll nur ein kleiner Anriss zu den M�glichkeiten sein. Diejenigen, die sich n�her mit dem Thema auseinandersetzen m�chten, finden in den Quellen vielleicht noch ein paar n�tzliche Anhaltspunkte.

Wer meint etwas nicht alleine zu schaffen, sollte sich nicht scheuen Hilfe bei einem Coach oder Therapeuten zu suchen.

Quellen

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