Selbstfindung durch schlechte Laune?

Diese �berschrift mag sich vielleicht ein wenig komisch lesen, beinhaltet aber eine praktische Methode, wenn man nicht so richtig wei�, was man von seinem Leben m�chte, oder welche Erwartungen man an dieses hat.

Wut und Zorn sind oft sehr intensive und schwer zu ignorierende Gef�hle, weisen aber ebenso auf die pers�nlichen Bed�rfnisse hin wie freudvolle W�nsche.

Wie funktioniert es?

Diese Methode stammt zum Teil aus dem Kurs "Den inneren Kompass finden" von der Seite�Zeit zu Leben.

Schritt 1 - Problem schildern

Der Kurs zum inneren Kompass, bzw. die Challenge,�stellt hier folgende Aufgabe:

****"�berlege dir jetzt 3 Dinge, die du NICHT mehr m�chtest und trage sie in die erste Spalte ein. Frage dich dazu: Was will ich nicht mehr? Was sollte sich �ndern?"

Doch dies ist mir bereits zu durchdacht und enth�lt�zumindest grob�eine Art Richtung. Deswegen m�chte ich mich hier eher auf Situationen beziehen, da diese die unglaubliche F�higkeit haben von alleine in unser Leben zu treten.

Schnapp dir einen Zettel und schreibe f�r den Anfang drei Situationen auf, �ber die du dich zuletzt ge�rgert hast.

M�glich w�ren zum Beispiel folgende Situationen:

"Auf der Arbeit gebe ich mir so viel M�he, aber niemand wei� das zu sch�tzen!"

"Mein Arbeitskollege hat mir das letzte K�sebr�tchen vor der Nase weggeschnappt."

"Mein Freund�hat seine Bartstoppeln im Waschbecken liegen lassen."

Schritt 2 - Ins Gegenteil umkehren

Formuliere den Satz ins Gegenteil um, aber so, dass nach M�glichkeit W�rter wie "nicht" vermieden werden. Da das Gehirn mit Bildern arbeitet, sind S�tze wie "nicht bescheuert geparkt" etwas ung�nstiger als S�tze wie "hat vern�nftig geparkt". Obwohl die Beschreibung auf das Gleiche hinausl�uft, wird der Satz positiver�wahrgenommen. Oder was meinst du?

Aus den Beispielen w�rde also:

"Auf der Arbeit gebe ich mir so viel M�he und meine Kollegen wissen es zu sch�tzen."

"Auf der Arbeit hat mir mein Arbeitskollege das letzte K�sebr�tchen gelassen."

"Mein Freund�hat nach dem Rasieren das Waschbecken sauber gemacht."

Die Beispiele sind recht willk�rlich gew�hlt und sollen nur das Prinzip wiedergeben. Sinniger w�re vielleicht das Aufstehen am Montag gewesen, oder eine langweilige Arbeit. Wichtig ist eigentlich nur, dass du f�r dich eine Unzufriedenheit erkennst. Sei es nun wie im Original gefordert, oder eben auf eine bestimmte Situation bezogen. Wenn du dich das n�chste Mal aufregst: Herzlichen Gl�ckwunsch! Es gibt wieder Futter zur Selbstfindung.

Schritt 3 - Warum?

Hast du f�r dich deine Beispiele in das Gegenteil umgekehrt, frage dich bitte warum du das Bed�rfnis hast, dass die Situation anders sein sollte.

Ging es wirklich um Bartstoppeln im Waschbecken, oder lag das Problem ganz woanders? Es lohnt sich an dieser Stelle zu pr�fen, ob eine "Das macht man so!" Situation vorliegt und es dich selbst WIRKLICH aufregt. Haben deine Eltern oder Freunde sich vielleicht schon mal �ber die gleichen Dinge beschwert? Was sagt dein K�rper? Verspannst du irgendwo? Bekommst du einen Klos im Hals? Sp�re bitte an dieser Stelle in dich hinein.

M�chtest du vielleicht, dass dein Freund mehr im Haushalt hilft oder generell ordentlicher ist? Liegt das Problem vielleicht an ganz anderer Stelle?

Wenn du sicher sein kannst, dass es sich um einen Wunsch aus deinem�Inneren handelt, dann bist du dem, was du wirklich m�chtest, eventuell gerade ein St�ck n�her gekommen.

Probiere es doch einfach mal aus, welches Bed�rfnis sich eigentlich hinter dem letzten �rgernis verborgen haben k�nnte.

Schritt 4 - Spiegeln

Andere Menschen sind nicht dazu verpflichtet unsere Bed�rfnisse zu erf�llen und teilweise kommt es vor, dass wir unsere eigenen Bed�rfnisse nach Au�en projizieren.

M�chte jemand zum Beispiel mehr Anerkennung von anderen Menschen, so braucht er dieses um sich gut zu f�hlen. Der Wunsch nach Anerkennung ist vollkommen in Ordnung, kann aber auch auf den Mangel hinweisen, dass man sich selbst nicht so akzeptiert wie man ist - also mehr Anerkennung von sich selbst ben�tigt.

Sei es dadurch, dass man seinen K�rper so akzeptiert wie er ist - damit meine ich nicht solche Dinge wie Adipositas, sondern die Form der Nase oder die l�nge der Finger, kleine Br�ste und all die anderen Dinge die absolut gesund und normal sind.�Man kann sich auch selbst anerkennen, indem man sich erlaubt stolz auf sich zu sein, weil man eine Aufgabe gut gel�st hat, oder eine besonders clevere Idee hatte. �

Da man eventuell nicht wei�, wie man sich selbst mehr Anerkennung geben kann, verlagert man die Erf�llung�des Bed�rfnisses auf andere Menschen und m�chte eher von anderen Menschen�anerkannt werden. Leider ist dies auch ein Abgeben der pers�nlichen Handlungsf�higkeit, weswegen ich der Meinung bin, dass man sich diese Schritt f�r Schritt �zur�ckerobern sollte.

Pr�fe also, ob du dir deine Erwartungen an andere Menschen vielleicht sogar ein Bed�rfnis an dich selbst ist.

Vergiss dabei aber nicht, dass es vollkommen in Ordnung�ist Erwartungen an andere zu haben. Hinterl�sst der Freund st�ndig nur seine Bartstoppeln im Badezimmer, ist es absolut OK ihn um mehr R�cksicht zu bitten.

Noch Fragen? H�ltst du diese vier Schritte f�r anwendbar? �ber ein Feedback in den Kommentaren freue ich mich!

Update�2018-03-08�

Matthias vom Blog Leben ist Leidenschaft hat mich gefragt, ob ich seinen Artikel zu dem Thema verlinken w�rde. Da ich dort einige Punkte ganz gut finde, komme ich dem gerne nach:�https://lebenistleidenschaft.de/selbstfindung/ �ber den angebotenen E-Mail Kurs kann ich allerdings keine Aussage treffen!

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