Gef�hle zulassen - Ein Zugang zu sich selbst

Auch wenn das Selbst, in einer fixen Form, durchaus als Illusion betrachtet werden k�nnte, so hat man es trotzdem. Wir haben Bed�rfnisse, wir haben St�rken, wir haben Schw�chen, wir haben Gef�hle. Doch nicht immer hat man einen Zugang zu genau diesen Bestandteilen seines Selbst.

Stets bestrebt nur Gutes zu kultivieren, verschieben wir unangenehme Gedanken ins Unbewusste, wo sie zwar nicht verschwinden, aber unterdr�ckt werden. Die Gr�nde sind unterschiedlich, warum man sich durch unangenehme Situationen zwingt, sei es ein antrainiertes Durchhalteverm�gen, dem Wunsch stark zu sein, keine Schw�chen zu zeigen oder vielleicht eine Art Flucht vor unangenehmen Emotionen. Zur�ck bleiben Verspannungen, ein Klos im Hals, Magenschmerzen oder ein einengendes Gef�hl im Brustkorb.

Man bei�t sich auf die Zunge anstatt seine Meinung zu sagen, man distanziert sich von Menschen, weil man einen Verlust bef�rchtet oder man erlaubt sich keine Trauer, weil man einen geliebten Menschen verloren oder eine Abfuhr bekommen hat. Vielleicht setzt man sich aber auch st�ndig seinem ungeliebten Job aus, weil man ja nur noch 10 Jahre bis zur Rente hat.

Auch wenn man keinen bewussten Zugang zu den eigenen Gef�hlen hat, so hinterlassen sie doch einen Abdruck im K�rper, den man irgendwann nicht mehr ignorieren kann. Die Folge k�nnen dann Tinnitus, Sodbrennen, Konzentrationsst�rungen und vieles mehr sein.

Dadurch, dass manche Menschen keinen Zugang zu ihren Gef�hlen und Bed�rfnissen haben und andere Menschen von ihren Emotionen �berschwemmt werden, gibt es keine generelle Aussage, wie man am besten damit umgehen sollte. Ist Zulassen oder Ablehnen die bessere L�sung?

F�r mich steht fest, dass man sich seinen Emotionen stellen sollte, da sie den Zugang zu den eigenen Bed�rfnissen darstellen. Wer sich vor seinen Bed�rfnissen versperrt, versperrt sich vor sich selbst und lebt mehr das Leben der anderen als sein eigenes.

Schmerz, Wut und Trauer zulassen kann unangenehm sein, f�hrt aber zu einem entspannenden Ergebnis. Ich kann mir gut vorstellen, dass es zu Ausrastern und Eskapaden f�hren kann, wenn man sein Selbst bereits zu lange ignoriert hat, weswegen es sich vermutlich lohnt, sich nach und nach seinen Gef�hle zu stellen.

Ich �be mich aktuell darin und lerne Tag f�r Tag mich selbst mehr kennen, versuche Entt�uschung, Wut und Trauer Raum zu geben, aber auch Platz f�r Angenehmes wie Liebe und Vertrauen zu finden, selbst wenn dies am Ende weh tun k�nnte. Es ist Arbeit diese Art von Zuh�ren zu lernen, aber ich denke es lohnt sich.

Alles hat seinen Platz im Leben verdient, auch du selbst!

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