Erleuchtung - Fernab der Existenz

Was Erleuchtung ist, oder wie man diese erlangt, wei� ich nicht, aber in letzter Zeit habe ich mir Gedanken zu den Themen W�nsche, Ablehnung und Anhaftung gemacht, welche f�r mich durchaus dazu geh�ren k�nnten. Sollte dies hier jemand lesen und eigene Gedanken dazu haben, oder Widerspr�che erkennen, freue ich mich �ber einen entsprechenden Kommentar unter diesem Beitrag.

Wenn ich es richtig verstehe, so kann man Samsara, das Leiden des Lebens, verlassen, sobald man nichts mehr begehrt und nichts mehr ablehnt. Darunter verstehe ich einen Zustand der totalen Akzeptanz, der keine weiteren Reaktionen hervorruft.

So soll Leben entstehen, sobald Begierde vorliegt, aber auch eine Ablehnung an das Leben - welche gleichzeitig auch ein Begehren des Todes sein kann. Begehrt man weder Leben noch Tod, noch lehnt man diese ab, h�rt man auf etwas eine Form zu geben. Dies gilt auch f�r Teilaspekte dieser Bereiche wie Sex, Schmerz, Reisefreude, Trauer, Freude, eben alles was uns bekannt ist.

Ist man in der Lage das kommen zu lassen was kommt, ohne dem eine weitere Form zu geben, oder auch nur im Ansatz eine Form von Wunsch entstehen zu lassen, so befindet man sich angeblich im Sein.

Man f�hlt eine Existenz, die im Ansatz so klingt, wie sie�in manchen Religionen "Gott" zugeschrieben wird. Etwas fernab unseres Begreifens, fernab von Zeit, Raum und Existenz. Dies zu f�hlen muss unheimlich spannend und beeindruckend sein. Der Nachteil ist vermutlich, dass dieses F�hlen verschwindet, sobald man beginnt Spannung oder Beeindrucken zu empfinden.

Buddhismus war f�r mich schon immer ein spannendes Thema, aber ich bin kein Experte in diesem Bereich. Denke ich an meine ersten intensiveren Ber�hrungen zur�ck, hatte ich damals den Wunsch einen gewissen Schmerz und eine Gewisse Leere nicht mehr f�hlen zu m�ssen. Inzwischen�habe ich einen anderen Fokus zu meinem�Leben bekommen und frage mich gerade, ob es so erstrebenswert ist keine Existenz mehr anzustreben.

So frage ich mich: Ist es erstrebenswert in einem dauerhaften Zustand des Seins zu bleiben? Das Leben nicht mehr zu sp�ren? Weder Freud noch Leid zu erleben? Vielleicht frage ich mich das auch nur, da ich Erleuchtung nicht verstehe oder nachvollziehen kann, aber was hat man davon wenn nichts mehr existiert? Sobald auch das letzte Lebewesen�erleuchtet ist d�rfte, meinem Verst�ndnis nach, au�er dem Sein nichts mehr existieren. Was macht das Universum dann mit sich? Wird dann alles aufh�ren zu existieren, weil dort nichts mehr ist, was eine Form erzeugt?

Je l�nger ich dar�ber nachdenke, desto mehr habe ich den Eindruck, dass es f�r ein personifiziertes Sein besser ist, Leiden und Freuden gleicherma�en anzustreben. So w�rde auch das B�se, auf einer h�heren Ebene (Metaebene?), durchaus gute Eigenschaften erhalten. W�nsche als eine Form der Selbstbesch�ftigung sind doch ein durchaus interessantes Konzept, oder nicht?

Beitragsbild Lizenz: CC0 Autor:�https://pixabay.com/de/users/Nick_H-1821910/ Quelle: https://pixabay.com/de/buddha-spirituell-meditation-1996167/

 

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