Ein Lebensabschnitt geht zu Ende - Psychologischer Berater! Und was nun?

Von Oktober 2016 bis M�rz 2018 habe ich regelm��ig die Schulbank gedr�ckt und einiges psychologisches Wissen vermittelt bekommen, um vielleicht irgendwann mal die Pr�fung zum Heilpraktiker f�r Psychotherapie machen zu k�nnen. Belohnt wurde dies mit einem Zertifikat zum "Psychologischen Berater", was rein rechtlich gesehen absolut nichts wert ist, aber f�r mich das Ende eines wichtigen Lebensabschnittes bedeutet. Einerseits ist es zwar ein Ende, andererseits auch ein Anfang. Doch wie geht es nun weiter?

So eine Schule zu besuchen reicht jedenfalls nicht aus um direkt die Pr�fung ablegen zu k�nnen, man ist eher daf�r sensibilisiert, was man bis dahin noch alles lernen muss. Sobald man die Pr�fung abgelegt hat, hat man danach zwar eine Best�tigung keine Gef�hrdung f�r das Volkswohl darzustellen, verf�gt aber noch lange nicht �ber geeignete Behandlungsmethoden (wenn man sich diese nicht vorher woanders erworben hat).

Am meisten besch�ftigt mich die Frage wie ich weitermachen m�chte und empfinde es gerade eher als anstrengend mich mit meinen W�nschen auseinanderzusetzen. Bisher dr�cke ich mich erfolgreich davor eine Entscheidung treffen zu m�ssen - an dieser Stelle bedanke ich mich bei Netflix f�r die tatkr�ftige Unterst�tzung - was ich eigentlich auch gar nicht muss!

Ein weiteres Hindernis ist der Gedanke in Selbstst�ndigkeit zu arbeiten, da eine Festanstellung vielleicht einige Einschr�nkungen, aber auch viele Sicherheiten bietet. Werde ich genug Geld verdienen? Wird es die richtige Entscheidung sein? Bin ich daf�r geeignet? Und und und ... Was davon bedeutet mir mehr? Gewinnt nachher Angst oder Neugierde? Ebenso frage ich mich, ob ich damit eher vor Unzufriedenheit fliehe, oder einer Begeisterung folge? Schlie�lich wird nicht jeder Wunsch aus der richtigen Motivation heraus umgesetzt und manche Motivation versteckt nur etwas anderes.

Es ist f�r mich jedenfalls sehr ungewohnt, mich so intensiv mit der Frage "Was m�chte ich vom Leben?" zu besch�ftigen. Wie oft macht der Durchschnittsmensch das wohl?

Schaue ich mir meine Vergangenheit an, war es bisher ein Treiben vom einen bis zum n�chsten Augenblick. Viele Entscheidungen wurden mir abgenommen, viele Entscheidungen kamen aus der Gelegenheit und noch mehr Entscheidungen waren gar nicht wichtig.

Irgendwie hat immer alles geklappt und funktioniert und "Funktioniert" ist in meinen Augen auch ein passendes Stichwort. Wir funktionieren oft nur, manchmal sinnvoll, manchmal sinnlos. Wir machen Dinge die unserer Eltern gemacht haben, die wiederum Dinge machen die ihre Eltern bereits gemacht haben. Das Handeln bleibt, aber die Hintergr�nde gehen verloren. Wie viele Menschen feiern wohl Weihnachten oder Ostern und besinnen sich dabei auf die urspr�ngliche Intention? Vielleicht sind hier und dort kleine Ver�nderungen aber im Gro�en und Ganzen habe ich dann doch meine Zweifel, wie bewusst man sein Leben gestaltet.

Ich wei� nicht wie es konkret weiter geht, aber als n�chstes m�chte ich herausfinden, was meine wahren Motive sind und mich mehr mit Dingen besch�ftigen, die mir Energie geben, anstatt sie zu rauben. Mehr Lesen, schauen was f�r Eigenschaften aus meiner Kindheit �brig geblieben sind, schauen wo meine St�rken, Schw�chen und Ressourcen liegen.

Und wehrte Leserin oder wehrter Leser! Wei�t du was du von deinem Leben m�chtest? Schreib mir gerne deine Geschichte in die Kommentare!

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