Luxusprobleme

Luxusprobleme

Ein Thema, was mir in dieser Woche immer wieder durch den Kopf gegangen ist, war das Wort Luxusproblem.

Normalerweise kenne ich dies nur im Zusammenhang mit veganer Ern�hrung, wo Vegan-Gegner dieses Wort immer dann benutzen, wenn sie die Motive einer veganen Ern�hrung herunterspielen wollen.

Doch was soll mir dieses Wort �berhaupt sagen? Ist damit ein Problem kein Problem mehr, weil es einem Luxus entspringt? Sollte man deswegen einer Sache keine Beachtung mehr schenken?Viele Probleme entstehen, weil wir einen gewissen Luxus haben und auch um diese sollte man sich k�mmern.

Wir m�ssen uns nicht mehr darum k�mmern was wir essen wollen, wir gehen einfach in den Supermarkt und holen uns das, was uns gerade anl�chelt. Wir m�ssen auch kein Geschirr mehr sp�len, sondern schmeissen die Verpackung anschlie�end einfach weg. Aus den Augen aus dem Sinn. Das Kunststoffe nur zu einem geringen Teil recycled werden, bekommen wir gar nicht mehr mit. Das, was davon �brig ist, wird auch schon mal ins Ausland verschifft, wobei diese L�nder inzwischen den Mengen auch nicht mehr Herr werden und den ganzen M�ll einfach wieder zur�ckschicken.

Ein weiterer Teil landet im Meer. Die Mengen sammeln sich in Strudeln, deren Gr��e alleine schon ein Kontinent sein k�nnte. Die Auswirkungen auf die Tierwelt sind ebenso verheerend.

Besser w�re es diesen M�ll gar nicht erst zu erzeugen, aber auch meine eigene Bequemlichkeit ist ein Teil dieser Verschmutzung.

Einige Nahrungserg�nzungsmittel die ich nehme, werde ich wohl nicht ohne Kunststoffverpackung bekommen. An dieser Stelle aber auch der Hinweis, dass andere Verpackungen nicht zwangsl�ufig umweltfreundlicher sind. Papier, welches f�r eine h�here Stabilit�t chemisch behandelt wird, kann eine h�here Belastung f�r die Umwelt darstellen als Plastik. �hnliches gilt f�r Jute-Beutel, bei dem die Produktion zum Beispiel einen hohen Wasserbedarf mit sich bringt. Egal um welche Packung es sich handelt, sollte man diese Verpackung nicht direkt entsorgen, sondern so oft wie m�glich erneut benutzen.

Leider gibt es nicht nur ein Problem, was uns Luxus und Wohlstand gew�hren. Die Verf�gbarkeit von Lebensmitteln hat nicht nur Verpackung und Kunststoff mit sich gebracht, wir haben sogar so viele Lebensmittel, dass wir mehrere Tonnen pro Jahr davon in den M�ll schmeissen.

Es gibt inzwischen die M�glichkeit Lebensmittel zu kaufen, die �ber MHD sind, allerdings f�rdert man dadurch oft Verpackungsm�ll. Die Ziele m�gen jedes f�r sich erstrebenswert sein, lassen sich aber nur mittelm��ig miteinander vereinbaren.

Doch um auf das Wort Luxusproblem zur�ckzukommen, so muss man sich manchmal bewusst machen, dass die eigenen Vorteile das Leiden anderer Menschen beg�nstigen. Unser Luxus ist aber nicht nur immer das Problem anderer, sondern kann auch auf uns zur�ckkommen.Sei es durch M�ll, Chemikalien in der Agrarindustrie, oder die Nutzung eines PKWs.

In diesem Beitrag m�chte ich absolut nicht den Moralapostel machen, daf�r bin ich selbst viel zu unbewusst in meinem Konsum und mache Dinge "mal eben" und blende die Konsequenzen meines Handeln gekonnt aus. Doch im Endeffekt muss auch ich mir vor Augen halten, dass viele "mal eben" am Ende eines Tages, einer Woche, eines Jahres, oder sogar eines Lebens eine ganz sch�ne Menge sind.

Es gibt jedoch ein paar Kniffe, mit denen man zumindest einen Teil der Luxusprobleme reduzieren k�nnte:

  • Wenn man im Supermarkt einkauft, wiederverwendbare Gem�senetze nutzenF�r den Einkauf eine wiederverwendbare Tasche nutzen, egal ob Jute, Plastik oder Papier ... jede Art so oft wie m�glich verwendenEin Wochen- oder Hofmarkt hat oft nur zu bestimmten Zeiten ge�ffnet, erm�glicht allerdings das Einkaufen ohne zus�tzliche VerpackungenRegional und saisonal einkaufen, es m�ssen nicht die Erdbeeren aus Spanien sein, wenn gerade in Deutschland ebenfalls Saison istMeal-Prep! Bevor man zur Arbeit geht, kann man sich sein Essen vorbereiten und in Dosen und Gl�sern mitnehmenEventuell einen Onlinehandel bevorzugen, der beim Verpacken auf umweltschonendere Methoden achtet. Im Lebensmittelbereich gibt es solche M�glichkeiten bereitseine Gewohnheit daraus machen, sich aber nicht verurteilen, wenn man es mal nicht schafft ... am Ball bleiben ist wichtig!

Welche Ideen hast du noch?

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